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Yeung Faļ / Théâtre Vidy-Lausanne (Hongkong/Schweiz)

Hand Stories



Regie, Konzept, Spiel: Yeung Fai
Assistenz, Puppenspiel: Yoann Pencolé
Musik: Colin Offord
Video-Design: Yilan Yeh
Foto: Mario del Curto

Eine Produktion des Théâtre Vidy-Lausanne in Koproduktion mit dem Théâtre Jeune Public Strasbourg - CDN Alsace und dem Théâtre des Marionnettes de Genève. Mit Unterstützung des Institut International de la Marionnette, Charleville-Mézières.

Die Familiengeschichte eines chinesischen Handpuppenspielers, virtuos gespielt

Yeung Fai, 1964 in China geboren, ist die fünfte Generation einer großen Puppenspieler-Familie. Seit dem vierten Lebensjahr wurde er in dieser Kunst unterrichtet. Das Wissen des Vaters - selbst ein großer Meister des chinesischen Puppenspiels und später in der Kulturrevolution Verfolgung ausgesetzt - hat unauslöschbare Spuren in der Arbeit von Yeung Fa? hinterlassen. Die Weitergabe dieses Wissens ist für ihn von großer Bedeutung. In "Hand Stories" erzählt er die Biografie seiner eigenen Familie und verbindet diese kunstvoll mit der Geschichte des chinesischen Puppenspiels. Doch die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe führt bei Yeung Fa? keinesfalls zu einer Musealisierung der Kunst, denn er weiß, dass jede Generation dem Wissen etwas Neues hinzufügen muss, um dieses am Leben zu erhalten. Auch von diesem ständigen Wandel erzählt "Hand Stories", und Yeung Fa? findet in der Inszenierung eine Balance zwischen Tradition und Moderne, Orient und Okzident. Er verbindet sein Puppenspiel mit den intensiven Bildern der taiwanesischen Video-Künstlerin Yilan Yeh und der Musik des Australiers Colin Offord, die gleichermaßen zwischen Avantgarde, Folk und Ethno-Musik pendelt. Auf der Bühne unterstützt ihn Yoann Pencolé, Absolvent der renommierten Figurentheater-Schule in Charleville-Mézières.

Yeung Faļ war etwa 20 Jahre mit seinem Solo "Szenen aus der Peking-Oper" in Asien, Nord- und Südamerika und Europa unterwegs, bevor er über die Zusammenarbeit mit Grégoire Callies, dem damaligen Direktor des Théâtre Jeune Public in Straßburg, neue Wege einschlug. 2010 entstand "Hand Stories", gerade arbeitet er an seiner nächsten Produktion mit dem Théâtre Vidy in Lausanne. In "Blue Jeans" soll es um die Arbeitsbedingungen in der chinesischen Textilindustrie gehen. Seit 2011 unterrichtet Yeung Faļ an der Ecole Nationale Supérieure de la Marionnette in Charleville-Mézières.

Mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Für Jugendliche und Erwachsene
Ohne Sprache
Dauer: 75 Min
Samstag, 26. Oktober 19.30 Uhr
Sonntag, 27. Oktober, 19.30 Uhr
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Preiskategorie B


 




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